Aktiver Vulkanismus ist in Mitteleuropa eher selten. Allerdings sind weltweit noch rund 2000 Vulkane aktiv.

Die Erforschung der Vulkane ist noch lange nicht abgeschlossen, da die Vorgänge im Erdinneren sehr komplex sind. Um diese Prozesse verstehen zu können, benötigt man ausreichende Kenntnisse in Geochemie, Geophysik, Geologie und Mineralogie.

Vulkane brechen auf unterschiedlichsten Arten aus. Die Formen, die sie dabei annehmen, ist auch vom Standort ihrer Entstehung abhängig. Man unterscheidet zwei Arten des Vulkanismus. Vom effusiven Vulkanismus spricht man, wenn die Lava in einem ruhigen Strom fließt. Erkennen kann man diese Vulkane an ihrer geringen Hangneigung. Und es gibt den explosiven Vulkanismus. Dabei werden bei einem Ausbruch graue Eruptionswolken hoch in den Himmel befördert. Die Lava solcher Vulkane ist viel zähflüssiger aber auch gleichzeitig gasreicher. Eine klassische Art ist der Stratovulkan. Solch ein Vulkan kann mehrere 1000 Meter hoch werden.

 

Auf Fuerteventura entdeckt man verschiedene Vulkanformen. Eine Art ist die Caldera.

Als Caldera wir eine große Hohlform bezeichnet. Der größte Teil des Vulkans ist nach einer Eruption in die entleerte Magmakammer gestürzt. Der Vulkan Caldera de los Arrabales befindet sich, mit drei weiteren Vulkanen, im Landschaftsschutzgebiet Malpais Grande. Bei ihren Ausbrüchen beförderten sie soviel Lava und Steine aus dem Erdinneren, dass heute 25 Quadratkilometer Land davon bedeckt ist.

Zirca 50 Vulkane trifft man auf Fuerteventura an. Und wann nun genau der erste Vulkan entstanden ist, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Geologen konnten sich jedoch auf eine Zeitspanne von 15000 – 20000 Jahren einigen.